Am 1. Oktober 1949 wird der Deutsche Handball-Bund in der Stadthalle in Mülheim an der Ruhr gegründet; die 46 Delegierten wählten mit Willi Daume einen Mann zum ersten Präsidenten, der jahrelange Vorarbeit als 1. Vorsitzender des „Deutschen Arbeitsausschusses für Handball“ geleistet hatte.
Handball wurde allerdings schon viel früher gespielt: Der Sport hat seinen Ursprung in England und Frankreich, wo man Handball schon im Mittelalter kannte. Auch in Skandinavien sind Vorläufer des Spiels zu finden. Aber erst um 1900 wurde Feldhandball reglementiert und 1920 nach mehrfachen Regeländerungen zum Wettkampfspiel. Namen wie Carl Schelenz oder Konrad Koch leisteten in Deutschland wichtige Pionierarbeit. Am 29. Oktober 1917 beschloss der Frauenausschuss des Berliner Turnraths unter Federführung von Max Heiser die Umbenennung von „Torball“ in „Handball“.
Der DHB ist weltweit der größte Handball-Dachverband:
- 847.406 Mitglieder
- 4634 Vereine und
- knapp 30.000 Mannschaften
(Erhebung Deutscher Olympischer Sport Bund vom 5. November 2009)
Mit den Erfolgen der deutschen Handballer und Handballerinnen wuchs die Bedeutung des DHB in der internationalen Handball-Gemeinschaft. So war es nicht zuletzt dem 1955 zum Ehrenpräsidenten ernannten Willi Daume zu verdanken, dass die Sportart Handball ins olympische Programm rückte: 1965 bestritten die Männer-Nationalmannschaften Spaniens und der Bundesrepublik auf Veranlassung Daumes ein Demonstrationsspiel vor IOC-Mitgliedern - der Grundstein für die Teilnahme an den Weltspielen war gelegt. 1972 wurde Handball erstmals olympisch, zunächst allerdings nur für Männer.
Neben der sportlichen Entwicklung steht für den deutschen Handball Anfang der 90er Jahre ein besonderes Ereignis an: Schon kurz nach dem Fall der Mauer nehmen der DHB und der DHV der DDR ihre Gespräche im Hinblick auf einen Zusammenschluss im Jahre 1991 auf.
Der Dachverband hat seit dem 20. September 1995 seinen Sitz an der Strobelallee in Dortmund im „Willi-Daume-Haus". Die Stadt und der DHB sind seit 1949 eng verbunden: Die erste DHB-Geschäftsstelle am Dortmunder Hansa-Platz war 1949 identisch mit dem Sitz der Redaktion der Deutschen Handball-Zeitung.
Intern verfügt der Deutsche Handballbund über eine klare Struktur.
Als kundenorientierter Dienstleister verfügt der DHB über eindeutig zugeordnete Kompetenzen und Verantwortlichkeiten für die Aufgabenbereiche Geschäftsführung, Verwaltung, Team-Management, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Marketing. Um beispielsweise eine professionelle Vermarktung der einzelnen DHB-Produkte gewährleisten zu können, wurde bereits im Jahre 1991 eine eigene Marketing Gesellschaft (HMG) gegründet. Die strategische Ausrichtung des Verbandes liegt in der Verantwortung des Präsidiums und damit seines Präsidenten Ulrich Strombach – einem international erfahrenen Handballvisionär.
Die Erfolge der Männer-Nationalmannschaft
Die Erfolge der Frauen-Nationalmannschaft