Mit einem Erfolg sind die Juniorinnen des Deutschen Handballbundes am Samstag in die Hauptrunde der U20-Weltmeisterschaft gestartet. In Seoul schlug das Team von Nachwuchs-Bundestrainer Andreas Schwabe und DHB-Trainerin Kathrin Blacha Kroatien mit 25:22 (12:8) und wahrte damit die Chance auf den Einzug ins Halbfinale.
Bereits am morgigen Sonntag erwarten die DHB-Talente der Jahrgänge 1990 und jünger ab 8 Uhr deutscher Zeit gegen Gastgeber Südkorea - neben Europameister Norwegen die einzige noch verlustpunktfreie Mannschaft der Gruppe I - das Schlüsselspiel der zweiten Turnierphase. Nach einem Pausentag folgt der Vergleich mit den Niederlanden (Dienstag, 12 Uhr).
„Wir waren phasenweise richtig dominant und haben Klasse-Handball gezeigt”, sagte Schwabe nach dem Spiel gegen Kroatien. „Vielleicht können wir gegen Südkorea hundert Prozent erreichen und diese Gruppe mit einem weiteren Erfolg wieder offen gestalten.” Deutschland lag nur 0:1 und 1:2 zurück, hatte Kroatien aber beim 10:4 in der 24. Minute fest im Griff.
Der weitere Verlauf zeigte jedoch Parallelen zu den vorangegangenen Partien auf. Schwabe: „Das Manko lag bei uns selbst in Form der Chancenverwertung. Wir haben erneut eine sehr gute Abwehr gezeigt, uns aber im Angriff nicht entlastet, weil wir zum Teil sträflich mit Tempogenstößen und freien Würfen umgegangen sind.”
Schaden richtete die Trefferquote jedoch nicht an. „Wir haben das Spiel die ganze Zeit beherrscht”, sagte Blacha. Dabei musste die deutsche Mannschaft am Freitag noch einen relativ anstrengenden Transfer vom Vorrundenspielort Gwangju in die Hauptstadt verkraften.
Vom Südkorea hat der DHB-Tross Respekt, aber keine Angst. Blacha spricht von einem „laufstarken und agilen” Gegner. Schwabe vertraut vor der nächsten großen Aufgabe auf die eigenen Stärken. „Für mich steht Südkorea ähnlich wie Norwegen auf einer anderen Stufe, aber gegen eine Abwehr wie unsere hat diese Mannschaft noch nicht gespielt”, sagt der Eisenacher. „Mit einer entsprechenden Konzentration und Leistung haben wir alle Chancen.” Kapitänin Kim Nadizinavicius meinte: „Gegen Südkorea müssen wir uns morgen vor allem in der Abwehr auf die schnelle Spielweise einstellen. Das wird ein richtig schwerer Kampf.”
Tabelle:
1. Norwegen 97:69 Tore/6:0 Punkte, 2. Südkorea 107:92/6:0, 3. Deutschland 77:84/4:2, 4. Kroatien 77:83/1:5, 5. Niederlande 74:92/1:5, 6. Serbien 82:94/0:6
Deutschland - Kroatien 25:22 (12:8)
Deutschland: Glaser, Kurzke, Kockler; Zapf (4/2), Schulze (3), Hildebrand, Müller (6), Grossmann, Schirmer (4), Bönighausen (1), Preis, Schmele (1), Fischer, Naidzinavicius (4), Wenzl (2), Leppert
Weitere Informationen: www.ihf.info